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GUT ZUM HERZ | Das Magazin Ausgabe Oktober 2019 »Der Wald«

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Es ist so weit. Das erste Magazin von GUT ZUM HERZ ist ab sofort kostenlos für alle zu lesen. Erfahrt, mit welchen Werkzeugen Ihr Eure Risikofaktoren für einen Herzinfarkt oder eine koronare Herzerkrankung in den Griff bekommt. Dazu viele Ideen, wie Ihr mit Spaß etwas für Eure Gesundheit tun könnt.

Stressbewältigung Wege

Stressbewältigung Wege zur inneren Ruhe Heute war der Stress so groß, ich dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt!“. Wer hat es nicht schon selbst gesagt oder zumindest irgendwo gehört? Richtig ist, dass Stress ein Risikofaktor für ein Herzinfarkt ist. Der Kardiologe empfiehlt Stress abzubauen. Ich persönlich glaube, dass ein Mensch, der weder Übergewicht hat, noch raucht, noch erblich vorbelastet ist, alleine vom Stress eher keinen Herzinfarkt bekommt. Außer der Stress treibt den Blutdruck derart in die Höhe, dass es kritisch wird. WIE IST DIE SITUATION BEI MIR? Ich bin in eine Kleiderfabrik hineingeboren. Seitdem ich denken kann, haben meine Eltern von früh bis spät gearbeitet, oft auch an Samstagen. Außer am Sonntag, da ging es mit meinem Papa in der früh zum Frühschoppen und am Nachmittag wurde dann gemeinsam im nahegelegenen Spessart Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Meine Eltern haben die Kleiderfabrik 1953 selbst aufgebaut und obwohl immer viel gearbeitet wurde, denke ich, dass der Stress damals ein anderer war. Meine Mutter, von der ich meine Herzerkrankung vererbt bekam, hatte in Ihrem 53. Lebensjahr Ihren ersten Herzinfarkt, dem ein weiterer mit Bypässen folgte. Trotzdem ist meine Meinung, dass heute der Stress im multimedialen Zeitalter größer ist. Für diese per- 44 | Gut zum Herz

manente Erreichbarkeit und die Informationsflut von allen Seiten ist nicht jeder gemacht. Wie überall gibt es Menschen, die damit gut zurechtkommen, aber eben nicht alle. Ich selbst beschäftige mich beruflich mit der Digitalisierung, schaffe mir jedoch in kurzen Abständen analoge Auszeiten. DIE HERANGEHENSWEISE: Welche Möglichkeiten gibt es, mit Stress umzugehen. Wie helfen verschreibungspflichtige Medikamente und was können pflanzliche Mittel, um wieder in seine Mitte zu rücken? Sind Entspannungsübungen zielführend? Wie denke ich über Yoga? Bekomme ich einen besseren Umgang mit meinem Stress, wenn ich meditiere. • Pflanzliche Beruhigungsmittel und Entspannungsbäder • Entspannungsübungen, Meditation und Yoga • Verschreibungspflichtige Medikamente zur Beruhigung Beginnen möchte ich mit den pflanzlichen Beruhigungsmitteln, die es frei in Apotheke und Drogerien zu kaufen gibt. Dazu zähle ich zum Beispiel auch Entspannungsbäder. Auch hier gilt aus meiner Sicht zunächst, dass es schon ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, zu erkennen, dass man zu viel Stress hat und etwas dagegen tun sollte. Ganz egal ob der Partner, die Familie oder Freunde einen darauf gestoßen haben oder man es selbst bemerkt hat, wichtig ist, etwas gegen den Stress zu tun. Schon alleine den Fokus auf das Thema Stress zu richten reicht, um das Bewusstsein zu schärfen. Wenn unter dem Auto ein Tropfen Öl liegt, tauscht man auch nicht gleich den ganzen Motor aus. Für den ersten Schritt sind die pflanzlichen Beruhigungsmittel gut. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Nicht umsonst heißt es, lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine dieser Empfehlungen solltet Ihr befolgen, wenn Ihr bereits Medikamente einnehmt. Weiter geht’s mit Entspannungsübungen, dazu gehört für mich auch Yoga und Meditation. Mit Entspannungsübungen verbinde ich zunächst, sich mit sich selbst zu beschäftigen und bei sich zu sein. Um mit Stress gut umzugehen, kann es helfen, seine Umgebung einfach mal auszuschalten. Bei der Arbeit ist das leichter gesagt als getan. Eine Minute aus dem Fenster schauen, sich auf einen Punkt konzentrieren und an nichts denken. Wer das schafft, der meditiert bereits. Meditation ist nichts anderes, als für einen bestimmten Zeitraum ganz bei sich zu sein. Yoga kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Ist man kein Freund der fernöstlichen Lebensart, die in aller Regel zum Yoga gehört, wird es jedoch schwierig für den, der sich damit nicht arrangieren kann, Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Sich entspannen, zu meditieren oder zum Yoga zu gehen heißt, sich in dieser Zeit mit Dingen zu beschäftigen, die nicht stressen. Und das ist gut. Nutzt alles nichts, um vom Stress wegzukommen und man hat das Gefühl nie zur Ruhe zu finden, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Ich komme mit vielen Menschen zusammen, die an einer Herzerkrankung leiden, bei denen über kurz oder lang die Psyche zusätzliche Probleme macht. Ich selbst bin da keine Ausnahme. Je nach Alter und Schwere des Herzinfarktes, wird man in aller Regel danach wieder arbeiten. Oft höre ich, dass auf einen Herzinfarkt ein Burnout folgte. Für die meisten Menschen hört sich das nach Erfolg an. Burnout ist nichts anderes als ein «Depressives Erschöpfungssyndrom«. „Ich hatte einen Burnout“ oder „Ich bin depressiv“. Bei Ersterem glänzen die Augen mancher Menschen, beim Zweiten ernten viele nur betroffenes Schweigen. Für mich ist es das Gleiche. Schlaflose Nächte bereiten bei vielen zusätzliche Probleme am Tag. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Ich fordere niemanden auf, Schlafmittel oder Antidepressiva einzunehmen, wenn jedoch alles andere nicht hilft, sollte man professionelle Hilfe suchen. Gut zum Herz | 45

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