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GUT ZUM HERZ | Das Magazin Ausgabe Oktober 2019 »Der Wald«

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Abnehmen Abnehmen ...

Abnehmen Abnehmen ... ohne JoJo-Effekt 36 | Gut zum Herz Jeder, der schon mal mit seinem Gewicht zu kämpfen hatte, kennt das Auf und Ab. Den sogenannten JoJo-Effekt. Die gute Nachricht, es gibt viele Wege, das Gewicht zu reduzieren. Die schlechte Nachricht, es ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Es gibt womöglich keinen Arztbesuch, an dem nicht, egal bei welcher Krankheit, die Reduzierung eines vorhandenen Übergewichtes empfohlen bekommt. Leidet man an einer Herzerkrankung, wird man immer zum Abnehmen aufgefordert. Das ist weder leicht gesagt, noch leicht getan. Auch Ärzte wissen, dass gerade in zunehmendem Alter das Abnehmen immer schwerer fällt. Was ist nun der richtige Weg, auf eine gesunde Weise abzunehmen? WIE IST DIE SITUATION BEI MIR? Ich habe derzeit ein Gewicht von 69 kg bei 174 cm Körpergröße, somit habe ich einen Body-Mass-Index von 22,8, was bei meinem Alter von 50 Jahren als Normalgewicht gilt. Ich verzichte weitgehend auf gesättigte Fettsäuren und passe bei Kohlenhydraten auf. Dass ich in aller Regel nach 14 Uhr nichts mehr esse und wirklich in der Lage bin, sämtliche Hungergefühle (und diese sind an manchen Tagen da) zu ignorieren, ist meiner Einstellung zum Essen geschuldet. Lag früher bei meinem Körpergewicht von über 100 kg der Fokus ständig darauf, wann und wo es bald wieder was zu essen gibt, ist das Thema für mich heute zweitrangig. Mein niedrigstes Gewicht war vor wenigen Jahren 65 kg, da musste ich mich jedoch tagtäglich kasteien. Heute fühle ich mich je nach Jahreszeit zwischen 67 und 69 kg sehr wohl. Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, abzunehmen. Ganz wichtig sind, wie ich finde, Erfolge. Diese motivieren und wenn je nach Ausgangsgewicht, die ersten Kilos gepurzelt sind und man ganz einfach etwas bequemer am Tisch sitzt und die Hose nicht kneift, dann macht das Mut und Lust zu mehr. DIE HERANGEHENSWEISE: Wir betrachten uns hier bei GUT- ZUM-HERZ Diäten in Eigenregie, Diät-Abonnements und Abnehmen unter medizinischen Gesichtspunkten. Ich selbst habe weder eine Diät

im herkömmlichen Sinne gemacht, noch habe ich unter ärztlicher Aufsicht abgenommen. Ganz am Schluss möchte ich nochmals näher auf meinen Weg eingehen. • Diäten in Eigenregie • Diät-Abonnements • Abnehmen unter medizinischen Gesichtspunkten • Abnehmen auf meine Weise Wir beginnen mit Diäten aus einschlägig bekannten Zeitschriften mit Frauennamen wie die Brigitte-Diät. Man kann den Kalender danach stellen, nach Weihnachten und im Frühling gibt es unzählige Diäten mit wohlklingenden Namen und alle haben auch sicher eine Daseinsberechtigung. Ich will hier nicht unterstellen, dass diese Diäten nichts taugen, meine Erfahrung ist die, dass bei diesen Diäten der bekannte JoJo-Effekt am ehesten eintritt. Voller Enthusiasmus mit der neuen Diät, die vielleicht eine gute Freundin oder ein guter Freund empfohlen hat begonnen, 2-3 kg abgenommen und irgendwann kehrt der Alltag wieder ein. Und leider noch viel schneller als abgenommen, sind die Kilos wieder drauf. Auch hier gibt es Ausnahmen, leider eher wenige. Der große Nachteil ist der, dass man meist ganz alleine mit diesen Diäten gelassen wird. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Wenn man in seiner Persönlichkeit empfänglich für solche Diäten ist, dann ist das Bewusstsein schon mal da, etwas gegen sein Übergewicht zu tun. Das ist doch schon positiv. Nicht so positiv ist, dass man sich durch den hier häufig vorkommenden JoJo-Effekt die Lust am Abnehmen nehmen lässt. Auf Dauer bringt es dem Herzen meist nichts. Auch Diäten, aber keine bei denen man alleine gelassen wird, sind diese von Anbietern, bei denen man zahlt und zählt, nämlich Kalorien. Am bekanntesten sind sicher die Weight Watchers. Eine einfache Regel besagt, wenn Du weniger Kalorien zu Dir nimmst als Du ver- brauchst, nimmst Du automatisch ab. Jetzt ist es erst mal relativ einfach, seinen Grundumsatz an Kalorien, die man ohne sich auch nur eine Sekunde am Tag zu bewegen verbraucht, zu ermitteln. Weiter geht es dann mit den zusätzlichen Kalorien, die durch die Bewegung täglich verbrennt werden, da wird es schon schwieriger. Clevere Kalorienzähler, die meist am Handgelenk getragen werden, liefern da genau Informationen. Und richtig schwierig wird es dann erst, selbst herauszufinden, welche Ernährung ausgewogen und kalorienarm ist. Mit einem cleveren Punktesystem hat zum Beispiel Weight Watchers das vereinfacht. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Wer sich in der Gruppe besser motivieren lässt und gerne seine Erfolge mit anderen teilt, ist bei diesen Anbieter gut aufgehoben. Nun hat leider nicht jeder Coach die ausreichende Erfahrung, auch noch das Herz im Blickwinkel zu haben. Einfach am Anfang fragen, welcher Coach sich gut damit auskennt. Ebenfalls empfehlenswert ist aus unserer Sicht die Methode, unter metabolischen Gesichtspunkten abzunehmen. Das heißt, das Konzept ist stoffwechselbedingt und nicht pauschal, sondern wird individuell für jede Person ermittelt. Anhand des Blutbildes wird ein Ernährungsplan erstellt und man wird von einem Berater beim Einkauf und der Zubereitung begleitet und beraten. Metabolic Balance ist ein Unternehmen, dass unter diesen Gesichtspunkten und unter Anleitung seine Kunden beim Abnehmen unterstützt. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Zum Abnehmen unter Berücksichtigung des Stoffwechsel und des Herzens ist diese Methode sehr zu empfehlen, da von Anfang an das Herz berücksichtigt wird. Fehlt hier die richtige Einstellung, wird man auch da schnell vom Jo- Jo-Effekt wieder eingeholt. Da das Thema Gewicht eines der Themen ist, die mich sicher am intensivsten beschäftigen, erlaube ich mir hier, auf den Weg, den ich gegangen bin, nochmals näher einzugehen. Als ich im Jahr 2004 mit der Diagnose »Herzinfarkt« und »Metabolisches Syndrom« da stand, war klar das nichts mehr so bleiben konnte wie es noch vor wenigen Wochen war. Die Alternative, die ich hatte war, ich ändere nichts und schreite mit großen Schritten auf meinen nächsten Herzinfarkt zu. Wo also anfangen? Im ersten Halbjahr 2004 hörte ich mir also die Empfehlung von drei verschiedenen Ernährungsberatungen an, allesamt in Stoffwechselambulanzen deutscher Universitätskliniken. Das, was ich da zu hören bekam, war weder halbwegs einheitlich noch konnte ich für mich einen Weg finden. Nicht mal einen ersten Schritt. Hinzu kam, dass nicht eindeutig war, ob ich mit dem Medikamentenmix überhaupt abnehmen kann, zumal Medikamente darunter waren, die als Nebenwirkung eine Gewichtszunahme auswiesen. Und so gingen mehr als 3 Jahre dahin, ohne eine deutliche Gewichtsveränderung. 2007 ereilte mich dann ein Schicksalsschlag in der Familie, der mir im wahrsten Sinne des Wortes den Hals zuschnürte. Ich bekam wochenlang nichts runter und siehe da, kein Medikament hielt mich vom Abnehmen ab. Bereits Ende 2007 hatte ich die ersten 8 Kilo weg. Die Zeit heilte die Wunden, der Appetit kam wieder aber der Ehrgeiz, weiter abzunehmen war geweckt. Das niedrigste Gewicht lag irgendwann bei 65 kg. Wie das? Ich habe einfach meine Einstellung zum Essen geändert. Stand damals das Thema Essen mehr oder weniger ständig im Fokus, ist es mir heute nicht mehr wichtig. Jetzt wünsche ich niemandem einen Schicksalsschlag, durch den sich etwas ändert, aber oftmals hält man an Glaubenssätzen fest, die nicht immer stimmen. Aus der GUT-ZUM-HERZ Sicht. Fehlt die innere Einstellung zu etwas, dann wird es schwierig. Kämpft man ständig mit sich selbst, dass man jetzt das oder jenes nicht genießen kann, obwohl es der andere kann, wird man über kurz oder lang wieder schwach. Hinnehmen, dass etwas ist wie es ist. Leider. Gut zum Herz | 37

Erschienen bei eMagazin.digital

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